Die Augen. Man sagt, sie seien der Spiegel in die Seele. Sämtliche Emotionen wie Wut, Trauer, Freude…Das Spektrum ist schier unendlich. Sie sind faszinierend. Ein Blick vor einem Kuss ist wohl einer der intensivsten. Ich erlebte es, so wie vermutlich tausend andere Menschen auch. Es waren blaue Augen. Seine Augen, so unendlich blau, wie der weite und klare Himmel an einem warmen Frühlingstag. Sie schimmerten so unwiderstehlich, wenn er lachte. Sein Verlangen spürte man immer dann, wenn sein Blick einen Hauch dunkler wurde. Ich beobachtete ihn oft heimlich und war gefangen. Es riß mich mit. Ich starrte förmlich in diese blaue und eigene Welt, bis er manchmal den Kopf hob und sein Blick mich wie ein Pfeil traf. Schnell, tief und durchdringend. Ich verliebte mich. Er ahnte es ohne das ich ein Wort sagte. Es fühlte sich an wie ein Stich, dessen Gift sich langsam und brennend in meinem Inneren ausbreitete. All dieses Chaos, wegen einem Augenblick. Er wusste um seine Ausstrahlung, eine tiefe und zugleich warme Aura umgab ihn. Ein Gefühl von Vertrauen gepaart mit einem entwaffnenden Lächeln. Dies alles geschah in wenigen Sekunden. Es brauchte nur einen Moment und ich war ihm ergeben, beinahe unterwürfig. Ich versuchte mir dieses kleine innere Chaos nicht anmerken zu lassen, doch ich fürchte, dass mir das nicht gelungen ist. Jedes Wort von ihm klang magisch. Und während er so mit mir sprach spukte mir ständig ein berühmter Satz durch den Kopf, der es wohl zusammenfasst: „Augen, blickt euer Letztes!“…Ich hätte in diesen Momenten glücklich sterben können.

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Die Augen
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