Nächte, die so unfassbar lang sind, dass man jegliches Zeitgefühl vergisst
und der Morgen danach noch so weit entfernt scheint.

Auf diese schrecklichen Nächte,
in denen wir uns an Orten herumtreiben, von denen sie uns immer erzählt haben,
dass wir sie nie besuchen sollten.

Auf diese Orte,
an denen wir die Dinge tun, die wir außerhalb dieser Nächte nie tun würden,
weil wir uns so frei fühlen.

Auf die Gefühle,
das Begehren, weil wir so begehren, wie wir sonst nie begehren,
weil Sitten in diesen Nächten keine Rolle mehr spielen.

Auf die Liebe,
weil alle anderen längst verlernt haben, so hemmungslos und intensiv zu lieben,
wie wir das in diesen Nächten tun.

Auf das Leben,
das wir in diesen Nächten leben; Ein Leben fernab jeglicher Realität,
ein Leben, in dem wir so sein können, wie wir immer sein wollten.

Auf uns,
darauf dass wir in Nächten wie diesen zusammenkommen, bevor es ernst wird,
oder wollen alle anderen uns damit nur Angst einjagen?

Auf den Morgen danach,
an dem wir in der Realität aufwachen, in den Spiegel schauen
und uns an diese vergangene Nacht erinnern werden;
Eine Nacht wie es noch viele in unserem Leben geben sollte.

© Tonto

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2 Responses to Auf diese langen Nächte

  1. Tanja sagt:

    „Eine Nacht wie es noch viele in unserem Leben geben sollte.“
    Lasse es sie geben! Du bist die eine Hälfte jener Nächte! Verliere nicht die zweite Hälfte, wenn Du in jenen Nächten ganz sein willst!

    Einen wundervollen Text hast Du geschrieben lieber V. Svensson! Du spricht mir aus dem Sinn!

    Danke fürs Veröffentlichen!

  2. TONTO sagt:

    Dankeschön

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